Geflüchteten Perspektiven für Weiterqualifizierung im Berufsleben eröffnen

16.01.2019 – Zur Bürgerschaftsdebatte ‚Nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt‘ erklärt die integrations- und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Christel Nicolaysen:

„Nicht jeder Geflüchtete hatte in seinem Herkunftsland die Chance, eine vernünftige Schul- oder Berufsausbildung zu erhalten. Viele haben auch keine Berufserfahrungen. Die fehlenden schulischen und beruflichen Qualifikationen führen – gepaart mit mangelnden Sprachkenntnissen – dazu, dass diese Geflüchteten schlechte Ausgangsbedingungen für den nach Fachkräften suchenden Hamburger Arbeitsmarkt haben. Wir müssen diesen Geflüchteten neue Perspektiven eröffnen, denn in Hamburg besteht der Arbeitsmarkt nur mit einem Anteil von zehn Prozent aus Helfertätigkeiten. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Potenziale nicht gefördert werden. Das Ziel ist nicht, Flüchtlinge nur für Helfertätigkeiten einzusetzen, sondern sie durch gezielte Förderung und Weiterqualifizierung zunächst in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen, und sie von dort aus weiter zu qualifizieren. Helfertätigkeiten sind konjunkturell am empfindlichsten; mit der Folge, dass diese Arbeitnehmer am ehesten von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Der Senat muss die richtigen Rahmenbedingungen für Geflüchtete, Betriebe und Vermittlungsfachkräfte schaffen und sich dafür einsetzen, die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt durch Möglichkeiten der Weiterqualifizierung zu verbessern.“