Hamburgs Medien in der Krise: FDP kritisiert Senat

Hamburg. Die FDP hat den Senat aufgefordert, mehr für die IT- und Medienbranche in der Hansestadt zu tun. Hintergrund ist die Antwort des Senates auf eine Kleine Anfrage der FDP-Medienpolitikerin Christel Nicolaysen. Nach den dort genannten Daten der Handelskammer ist die Zahl der Medienunternehmen in Hamburg von 18.062 im Jahr 2018 auf 17.136 im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dabei wurden laut Senat alle Unternehmen im Handelsregister aber auch „Kleinstgewerbetreibende“ mitgerechnet.

Viele Firmen sind bereits nach Berlin abgewandert

Die Zahl der Unternehmen in der IT-Branche sank demnach im selben Zeitraum von 9662 auf 9543. Nach den Kammerzahlen sanken die Umsätze der Medienunternehmen 2019 um 5,1 Prozent, die der IT-Unternehmen um 1,2 Prozent gegenüber 2018. „Der Medienstandort Hamburg verliert an Bedeutung“, sagte die FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Nicolaysen dem Abendblatt mit Blick auf diese Zahlen. „Der Senat muss mehr Anstrengungen unternehmen, um die Medien- und IT-Branche mit ihren zahlreichen Unternehmen nach vorn zu bringen.”

Viele Firmen seien bereits nach Berlin abgewandert, so die FDP-Politikerin. „Zwar wächst die Branche in Hamburg noch, aber dieses Wachstum ist auf 6,5 Prozent in den Jahren 2017/2018 gesunken. Die Umsätze der Medien- und IT-Branche waren im vergangenen Jahr rückläufig“. Hamburg brauche „eine langfristige Strategie für die Zukunft“, so Nicolaysen. „Darin muss berücksichtigt werden, dass die Zahl der Beschäftigten in IT-Unternehmen nun auch zurückgeht und im Bereich Medien dauerhaft sinkt. Hamburg muss wieder ein Medienstandort mit internationaler Strahlkraft werden.”

(c) Hamburger Abendblatt