Jobs für Geflüchtete: Behörde ist zufrieden

20.02.2018 | Susanne Röhse | Quelle: NDR 90,3

Etwas mehr als 42 Prozent der Geflüchteten, die im Hamburger Arbeitsmarkt-Programm W.I.R. teilgenommen haben, haben mittlerweile einen Job gefunden. Die Sozialbehörde spricht von einem Erfolg, die FDP ist nicht überzeugt. Zu bürokratisch, zu personalintensiv, zu teuer, sagt die flüchtlingspolitische Sprecherin der FDP, Christel Nicolaysen. Die Zahlen seien kein Grund zum Jubeln. Die Kosten lägen bei etwa vier Millionen Euro pro Jahr und die Erfolge des Programms lägen nur geringfügig über der bundesweiten Beschäftigungsquote von Geflüchteten.

Erkenntnisse über Integration gewünscht

Hamburg hat das W.I.R.-Programm im Oktober 2015 aufgelegt: W.I.R. steht für “work and integration for refugees”. Seit 2016 wird der Eingliederungsprozess von 1.000 ausgewählten Geflüchteten, die in diesem Verfahren individuelle Qualifizierungsangebote bekommen, beobachtet, um Erkenntnisse über die Integration in den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Aus dieser Gruppe stammen die nun vorgelegten Zahlen.

Nicolaysen kritisiert, dass von den 1.000 Teilnehmern bisher nur 280 Geflüchtete eine sozialversicherungspflichtige Arbeit gefunden hätten, 132 Menschen seien geringfügig beschäftigt und nur drei der Teilnehmer arbeiten selbständig.

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