Senat muss sein Integrationsversprechen einhalten

19.09.2018 – Anlässlich der Berichte über ein drohendes Scheitern der Integration in der Flüchtlingsunterkunft Billwerder erklärt die integrationspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Christel Nicolaysen:

„Integration kann nicht nur von den Zugewanderten verlangt werden. In der deutschlandweit größten Unterkunft mit 756 Wohneinheiten dürfen die Menschen, die dort leben, erwarten, dass das Integrationsversprechen des Senats eingehalten wird. Dafür müssen die städtebaulichen und integrativen Konzepte umgesetzt werden. Sprachkurse allein helfen nicht – sie sind zwar wichtig, aber nicht der alleinige maßgebliche Faktor für gelingende Integration. Wir brauchen die Umwandlung der Wohnungen in geförderten Wohnraum und müssen das Gebiet durch Ansiedlung von Einzelhandel und Kleingewerbe attraktiver machen. Nur so können wir andere Wohnungssuchende, von denen es in Hamburg reichlich gibt, dazu bewegen, in dieses Wohngebiet zu ziehen. Das Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung ist das Ziel, wenn wir von Flüchtlingsintegration sprechen. Die Chance auf weitgehende Selbstbestimmung sind wichtige Bestandteile der Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben.“