Forderung nach Klarheit zur Zukunft der besonders schutzbedürftigen Frauen und Kinder

04.01.2019 Die Zahl der nach Hamburg kommenden Flüchtlinge ist im vergangenen Jahr erneut leicht zurückgegangen. Nur noch 8927 aus Krisen- und Kriegsgebieten geflohene Menschen wurden im Jahr 2018 in Hamburg registriert, 4780 blieben in der Hansestadt, die übrigen wurden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den in Hamburg verbliebenen Menschen wurden 2947 öffentlich untergebracht, die anderen suchten sich selbst eine Bleibe. Im Jahr 2017 waren mit 9006 Flüchtlingen noch etwas mehr Schutzsuchende nach Hamburg gekommen, 5408 waren in der Stadt geblieben und 3321 öffentlich einquartiert worden. Das hat der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) des Senates am Donnerstag mitgeteilt.

Damit liegt die Zahl der aufgenommen Flüchtlinge weiter deutlich unter den Zahlen vor der Flüchtlingskrise. Im Jahr 2015 waren 61.598 Geflüchtete nach Hamburg gekommen, von denen 22.299 hier bleiben durften und 20.987 in öffentlichen Einrichtungen untergebracht wurden. 2016 sank die Zahl der in die Hansestadt gelangenden Flüchtlinge auf 40.868, es wurden nach der bundesweiten Umverteilung mit 22.315 aber sogar etwas mehr Menschen hier aufgenommen als 2015. Im Jahr 2014, also noch vor der großen Flüchtlingswelle von 2015, waren mit 13.042 deutlich mehr Schutzsuchende nach Hamburg gekommen als im vergangenen Jahr 2018.

Vier Folgeunterkünfte wurden geschlossen

Im Dezember 2018 wurden noch 709 Flüchtlinge in der Hansestadt registriert, von denen 369 Hamburg in der bundesweiten Verteilung zugewiesen wurden und daher hierblieben – der zweitniedrigste Stand nach April und Juni.

237 Frauen, Männer und Kinder erhielten einen Platz in einer öffentlichen Unterkunft.